Hände reichen, Brücken bauen, Werte leben

Hände reichen

Wir leben im Moment in wilden Zeiten. Viele Menschen sind verunsichert, haben Angst. Die einen haben Angst vor dem Virus, die anderen haben Angst vor der Spritze und die nächsten haben Angst vor einer Diktatur.

Keine Angst ist weniger schlimm oder hat mehr Berechtigung, als die andere.

Ängste holen uns aus dem Gleich­gewicht und wir erfahren ein Gefühl der Ohnmacht (ohne Macht). Sie machen uns krank, sie lassen uns Taten begehen, die wir mit einem klaren Ver­stand niemals gemacht hätten.

Daher ist es essentiell, dass sich jeder seiner Angst bewusst wird und bereit ist hinzuschauen woher die eigene Angst kommt. Es ist wichtig zu erkennen, dass alles was mit mir passiert, mit mir zu tun hat. Jeder ist jetzt aufgefordert, die eigenen Themen anzuschauen und in die Selbstermächtigung zu gehen. Nur ich kann mein Leben ge­stalten. Nur ich trage die Verantwortung für mein Leben. Mache ich andere für mein Leben, meine Ängste, ver­ant­wortlich, bleibe ich in der Ohnmacht. Jetzt ist die Zeit in die Selbstverantwortung zu gehen.

Erkennen wir an, dass jede Angst gleichwertig ist, können wir uns die Hände reichen und uns gegenseitig unterstützen.

Brücken bauen

Im Moment ist eine tiefe Kluft in der Gesellschaft. Familien haben sich entzweit, Freundschaften sind in die Brüche gegangen. Jeder zeigt mit dem Finger auf den anderen, kaum einer reflektiert sich selbst. Überall finden wir Schuldzuweisungen und Beschimpfungen.

Wollen wir in so einer Welt leben?

Lasst uns Brücken zueinander bauen und die Kluft überwinden. Gemeinsam können wir diese Zeit gut überstehen. Wir können uns gegenseitig unterstützen die Ängste zu überwinden. Wenn sich jeder seiner Ängste bewusst ist und die Ängste anderer anerkennt, wenn jedem bewusst ist, dass seine Angst seine Angst ist und kein anderer Schuld an dieser Angst hat, haben wir sehr viel gewonnen.

Gemeinsam sind WIR stark.

Werte leben

Es gibt diesen schönen Spruch vom Dalai Lama:

“Öffne der Veränderung Deine Arme, aber verliere dabei Deine Werte nicht aus den Augen.”

Ich finde diesen Spruch für unsere heutige Zeit sehr passend. Aber um unsere inneren Werte leben zu können, müssen wir uns dieser erst einmal bewusst werden. Hier dürfen wir in uns reinfühlen um uns unserer Werte wieder zu besinnen und diese zu leben.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir brauchen die Ge­meinschaft und können nur mit gegenseitiger Unterstützung über­leben. Wir sind also mit­einander verbunden. Die Ver­bindung ist auch energetisch, auch wenn wir dies nicht immer fühlen können. Beschimpfen oder beschuldigen wir eine andere Person, beschimpfen und beschuldigen wir gleichzeitig uns selbst. Begegnen wir unseren Mitmenschen mit  Dankbarkeit, Freude und Wertschätzung, be­gegnen wir uns auch mit Dankbarkeit, Freude und Wertschätzung. 

Lasst uns solidarisch mitein­ander diese Herausforderung meistern und gemeinsam füreinander da sein. Solidarität geht immer in alle Richtungen.

Wir sind eine Menschenfamilie.

Unsere jetzigen Chancen

Wir können JETZT viel über uns, unsere Gefühle, Strukturen und Glaubenssätze, lernen. Wenn wir uns und unsere Reaktionen kennen, bekommen wir den nötigen Abstand von unseren Gedankenmustern und den derzeitigen Herausforderungen. So können wir klar und weise handeln.

Wir können lernen uns wieder in die Augen zu blicken, um eine tiefe Verbindung zu unserem Gegenüber zu gewinnen. Und wir können lernen, uns von anderen in die Augen blicken zu lassen, so dass dieser eine Verbindung zu uns aufbauen kann. Uns offen und ehrlich zu zeigen erfordert viel Mut. Aber nur wenn wir uns zeigen, kann unser Gegenüber uns verstehen. Unsere Augen sind ein Tor zu unserer Seele, durch sie kann Verbindung erlebbar gemacht werden.

Wir dürfen lernen flexibel oder flexibler zu werden, da wir heute nicht wissen, was morgen sein wird. So können wir das Starre in uns ablegen. Wir werden weich in unserer Struktur und mitfühlend. Und somit mitfühlend mit uns und unserer Umwelt.

Werte neu denken: JETZT ist die richtige Zeit die eigenen Werte zu überdenken. Was ist wirklich wichtig in meinem Leben? Ist es das neue Auto oder der neue Pulli? Wie gestalte ich mein Leben lebenswert? Welchen Stellenwert hat die Karriere in meinem Leben, meine Freunde, meine Kreativität? Lausche ich meiner Seele oder lasse ich mich vom Außen beschallen? Was ist mir wichtig? Was ist mir dienlich? Und was ist für mich heilsam, seelisch wie körperlich?

Die eigene Spiritualität entdecken. Wenn ich meiner selbst bewusst bin, meinen Stärken und Schwächen, kann ich Gestalter meines Lebens werden. Wenn ich meiner Seele, meiner Intuition, lauschen kann, komme ich in die Selbstermächtigung und in meine Kraft. Wenn im Außen der Sturm tobt, bin ich sicher und geborgen in mir. In mir habe ich die nötige Kraft um meinen Werten treu bleiben zu können. Diese Kraft kann mir das Außen nicht geben. Nur ich kann mir diese Kraft und Sicherheit schenken.

Brücken bauen und Hände reichen.
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